Einzelhandelskonzepte können einen wichtigen Beitrag zur Einzelhandelsentwicklung in Kommunen und Regionen leisten. Sie stellen eine notwendige Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und die private Wirtschaft dar, sofern einige wichtige Punkte bei der Erstellung der Konzepte beachtet werden.
An erster Stelle sollte und kann ein vorhandenes Konzept die Entscheidungsgrundlage für eine durchdachte Entwicklung sein, die sich eben deutlich von einer rein reaktiven und einzelfallbezogenen Politik unterscheidet. Eine Vorgehensweise, die in der Realität nicht selten anzutreffen ist und die man auch als Durchwursteln oder muddling through bezeichnet.
Die Erstellung von Entwicklungskonzepten bietet die Chance, systematisch die relevanten Akteure in den unterschiedlichen Handlungs- und Themenfeldern einzubinden und zu aktivieren. Ein Konzept sollte also nicht auf das Papier und die Druckfassung verkürzt werden, sondern muss auch als Prozess verstanden werden. In diesem Sinne erfüllen Konzepte auch einen didaktischen Nutzen, in dem Sie über bestimmte Sachverhalte aufklären.
Konzepte, also grundlegende Vorstellungen über die Leitlinien der weiteren Entwicklung, sind eine wichtige Basis für öffentlich-private Kooperationen und eine wichtige Rahmenbedingung für ein gutes Investitionsklima. Es geht um ein Mindestmaß an Planungs- und Investitionssicherheit für die privaten Akteure.
Nicht zuletzt sind Einzelhandels- oder Stadtentwicklungskonzepte eine Basis für Festsetzungen in den Bebauungsplänen, bspw. zur Definition und Begründung zentraler Versorgungsbereiche oder zur Aufstellung so genannter Sortimentslisten.
Leistungsbestandteile unserer Einzelhandelskonzepte:
Einzelhandelsentwicklungskonzept mit Zentrenkonzept (2009)
Auftraggeber: Stadt Geretsried
Die Stadt Geretsried besitzt aus ihrer stadtentwicklungspolitischen Geschichte heraus eine für deutsche Städte eher untypische langgestreckte Stadtstruktur. Im Zuge der erst jungen Stadtentwicklung und der Gebietsreform von 1978 hat sich innerhalb des Stadtgebietes eine recht ungeordnete Versorgungsstruktur mit mehreren eher gleichrangigen Zentren herausgebildet.
Mit der Beauftragung eines Einzelhandelsentwicklungskonzeptes verfolgt die Stadt Geretsried das Ziel die Einzelhandelsstruktur der Stadt neu zu bewerten. Zusammen mit dem vorgelegten Zentrenkonzept und der dazugehörigen „Geretsrieder Sortimentsliste“ können zukünftig eine Bündelung der Versorgungsstrukturen an ausgewählten Standorten stattfinden und das Vorhaben einer Stärkung der Stadtmitte um den Karl-Lederer-Platz weiter voran getrieben werden.
Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes und gutachterliche Stellungnahme zur Grundstücksentwicklung (2009)
Auftraggeber: Stadt Aichach
Im Jahr 2009 kam es zu einer Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Aichach aus dem Jahr 2006. Dabei wurden die seither stattgefundenen Veränderungen im Einzelhandelsbestand erhoben und die konzeptionellen Aussagen aus dem Jahr 2006 entsprechend angepasst. Insbesondere beinhaltet das Konzept des Jahres 2009 die Festlegung Zentraler Versorgungsbereiche und die Fortschreibung der Liste zentrenrelevanter Sortimente. Ebenso wurde zur Grundstücksentwicklung an der Sudentenstraße in Aichach anhand einer Analyse des Standorts sowie des bestehendes Baurechts Stellung genommen.
Gutachterliche Stellungnahme zur Errichtung eines Lebensmittelmarktes auf dem Areal der Fa. Dehner in Rain (2009)
Auftraggeber: Stadt Rain
Derzeit betreibt die Fa. Dehner in Rain ein großflächiges Garten- und Pflanzencenter mit Baumarkt. Im Sommer 2008 stellte die Fa. Dehner bei der Stadt Rain einen Bauantrag zur Nutzungsänderung für den Umbau des bestehenden Baumarktes zu einem Lebensmittelmarkt mit mehreren angegliederten Shops. Diesbezüglich führen wir für die Stadt Rain eine städtebauliche Beurteilung zu den Auswirkungen des skizzierten Vorhabens auf die bestehenden Versorgungsstrukturen und die möglichen Entwicklungspotenziale der Innenstadt durch. Hierfür wurde als Datengrundlage der Einzelhandelsbestand der Stadt Rain erhoben und es wurden vorangegangene Bestandserhebungen solcher Art überprüft und fortgeführt. Die Beurteilung behandelt sowohl positive Wechselwirkungen (bspw. fußläufige Austauschbeziehungen) zwischen dem geplanten Lebensmittelmarkt und der Innenstadt als auch mögliche Konkurrenzbeziehungen.
Gutachterliche Stellungnahme zur Nahversorgungssituation in Rosenheim Nord (2008)
Auftraggeber: Stadt Rosenheim
Durchgeführt wurde eine Bewertung der Nahversorgungssituation im Lebensmitteleinzelhandel im Rosenheimer Norden. Für dieses Stadtgebiet gab es sowohl mehrere Anfragen von Investoren zur Errichtung neuer bzw. zur Erweiterung bestehender großflächiger Einzelhandelsbetriebe im Lebensmittelbereich wie auch eine Vielzahl von Ansiedlungswünschen. Mögliche Standorte für Nahversorgungseinrichtungen wurden ebenfalls mehrfach vom Stadtrat diskutiert. Diese Absichten sowie mögliche Szenarien einer Entwicklung im Rosenheimer Norden wurden in die Stellungnahme eingearbeitet. Weiterhin beinhaltet das Gutachten Empfehlungen zu einer sinnvollen Entwicklung der Nahversorgung im Rosenheimer Norden.
Kundenbefragung für die Weißer Rabe soziale Betriebe und Dienste GmbH (2008)
Die Weißer Rabe soziale Betriebe und Dienste GmbH ist ein Unternehmen des Caritasverbandes und der Erzdiözese München und Freising e.V. Ein Geschäftsfeld der Weißer Rabe GmbH ist der Betrieb von drei Gebrauchtwarenhäusern in der Stadt München. An den Standorten Sendling, Pasing und Neuperlach werden Gebrauchtwaren in einer gemischten Sortimentszusammensetzung angeboten. Im Rahmen des Qualitätsmanagements und im Zusammenhang mit dem Umzug einer Filiale soll das Betriebskonzept der Gebrauchtwarenhäuser neu ausgerichtet und professionalisiert werden. Neben einer Optimierung der Sortimentszusammensetzung sollen auch die Preispolitik und die optische Gestaltung der Ladenlokale angepasst werden. Um dabei vor allem auch die Kundenwünsche und -anforderungen berücksichtigen zu können, wurde im Frühjahr 2008 eine Kundenbefragung in allen drei Filialen durchgeführt, ausgewertet und aufbereitet. Gemeinsam mit dem Qualitätsmanagement der Weißer Rabe GmbH wurden Empfehlungen für eine Optimierung des Marktauftrittes erarbeitet.
Stellungnahme zur geplanten Standortverlagerung des REWE-Marktes in Bad Rodach (2008)
Die Stadt Bad Rodach beabsichtigt ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erarbeiten zu lassen, das als Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung der Gesamtstadt dienen soll. Der Entwicklung des Einzelhandels kommt im Rahmen dieses Konzeptes eine besondere Bedeutung zu. Im Mittelpunkt stehen zum einen die Gestaltung des Marktplatzes und zum anderen die geplante Ausweisung eines Einzelhandelsstandortes für einen großflächigen Lebensmittelmarkt an der Heldburger Straße. Dieses Grundstück befindet sich noch im Besitz der Kommune und steht zur Veräußerung an einen Investor an. Die Beurteilung der damit in Zusammenhang stehenden Standortverlagerung des Rewe-Marktes ist Gegenstand der dem Entwicklungskonzept vorgelagerten Stellungnahme.
Die Datenbasis und die Analyse der Einzelhandelsstrukturen werden in einem weiteren Schritt eine wesentliche konzeptionelle Grundlage für das integrierte Stadtentwicklungskonzept sein. Aus diesem Grund wurden im Zuge der Bestandserhebungen auch weitere qualitative Merkmale des Einzelhandels erhoben (Gestaltungsqualitäten, Öffnungszeiten etc.).
In der Beurteilung sind grundsätzlich einerseits Fragen der positiven Wechselwirkungen (bspw. fußläufige Austauschbeziehungen) zwischen dem bestehendem Standort und dem Ortskern sowie den Wohnstandorten zu thematisieren, die durch die Standortverlagerung wegfallen könnten. Andererseits geht es um eine mögliche Konkurrenzbeziehung des Rewe-Marktes zum Ortskern durch eine erweiterte Sortimentierung am neuen Standort.
Regionales Einzelhandelskonzept für die Region Ingolstadt
Auftraggeber: Planungsverband Region Ingolstadt (2008/2009)
Als Entscheidungsgrundlage für die Regionalplanung wird in den 68 Gemeinden des Planungsverbandes Region Ingolstadt der Bestand des Einzelhandels erhoben und in seiner Struktur bewertet. Die Bestandsaufnahme der Einzelhandelssituation erfolgt mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems. Die für den Einzelhandel zentralen Attribute wie bspw. Branche, Sortiment, Verkaufsfläche etc. werden so gebäudescharf erfasst. Aufbauend auf der Bestandserhebung wird in einem dialogorientierten Verfahren zusammen mit den beteiligten Akteuren ein abgestimmtes und zukunftsfähiges Einzelhandelskonzept erarbeitet, das als Leitlinie für die künftige Einzelhandelsentwicklung in der Region Ingolstadt dienen soll.
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Karten: Ingolstadt
Das Regionale Einzelhandelskonzept für die Region Ingolstadt kann als pdf-Dokument auf der Webseite des Planungsverbandes Region Ingolstadt heruntergeladen werden:
http://www.region-ingolstadt.bayern.de/aktuelles/ekonzept.htm
Fortschreibung der gutachterlichen Stellungnahme zur geplanten V-Markt-Ansiedlung in Burgau
Auftraggeber: Stadt Burgau (2007)
Aufgrund massiver Umbau- und Sanierungsprozesse in der Burgauer Innenstadt, hat die Stadt Burgau die Fortschreibung der vorliegenden gutachterlichen Stellungnahme aus dem Jahr 2001 zur geplanten Ansiedlung eines V-Marktes in Auftrag gegeben. Dabei wurde die aktuelle Situation der Innenstadt auch im Hinblick auf Ihre Entwicklungspotenziale bewertet.
Einzelhandelskonzept für die Marktgemeinde Holzkirchen
Auftraggeber: Markt Holzkirchen (2007)
Die Marktgemeinde Holzkirchen bemüht sich intensiv um die Weiterentwicklung und Stärkung ihrer Ortsmitte. Aus diesem Grund sind in den letzten Jahren verstärkt konzeptionelle Grundlagen für eine nachhaltige Ortsentwicklung erarbeitet worden. Das Einzelhandelsentwicklungskonzept (EHEK) schließt eine weitere konzeptionelle Lücke und widmet sich insbesondere der Weiterentwicklung und Stärkung der Einzelhandels- sowie Dienstleistungsfunktionen in Holzkirchen. Neben der Entwicklung der Einzelhandelsstrukturen in Holzkirchen im Allgemeinen trifft dieses EHEK Aussagen zur Ausgestaltung des geplanten neuen Einkaufszentrums „Holzkirchener Einkaufsparadies (HEP)“ auf dem sogenannten Deckel-Grundstück.
Aichach Einzelhandelskonzept für die Stadt Aichach im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (2006)
Auftraggeber: Stadt Aichach
Im Zuge der Entwicklung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für die Stadt Aichach war unser Büro mit der Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes beauftragt. Dieses Fachgutachten zur gesamtörtlichen Einzelhandelsentwicklung basiert auf umfangreichen empirischen Erhebungen vor Ort. Neben der Erfassung des Einzelhandelsbestandes und einer Analyse der Wettbewerbsfähigkeit der Einzelhandelsunternehmen wurde das Nachfrageverhalten der Haushalte in Aichach und im Umland untersucht und die Ergebnisse in einer Stärken-Schwächen-Analyse ausgewertet und aufbereitet.